Reminiszenzen an die Steinzeit …

P1010821Unsere Klasse, die 3CK, besuchte im Rahmen des Geschichteunterrichts das MAMUZ-Museum in Mistelbach und Asparn/Zaya. Im MAMUZ Mistelbach wurden uns die Entdeckungen und neuesten Erkenntnisse über „Ötzi“ und seine Zeit nähergebracht.

Durch verschiedenste Untersuchungen der rund 5300 Jahre alte Eismumie aus den Ötztaler Alpen, die 1991 von einem wandernden Ehepaar gefunden wurde, konnte man feststellen, dass Ötzi im Alter von 45 Jahren durch eine Pfeilspitze in der Schulter gestorben war. Die genaue Untersuchung der Mumie ermöglichte den Wissenschaftern das Leben der Menschen der Jungstein- und Kupferzeit zu rekonstruieren. Reste in seinem Darm zeigten, dass sich Ötzi sich von fetthaltigem Fleisch und verschiedenen Pflanzen, zum Beispiel Getreide, ernährt hatte. Die bei der Eismumie aufgefundenen Werkzeuge und Waffen – teilweise aus Kupfer – ermöglichten Rückschlüsse auf seinen sozialen Status.

Eine lebensgroße Wachsstatue in Mistelbach veranschaulicht das Aussehen des Mannes aus der Urgeschichte. P1010817Besonders gut erhalten bzw. rekonstruierbar sind – sichtbar gemacht anhand einer Liveübertragung aus Bozen, in der die Ötzi-Mumie in ihrer Eiskammer zu sehen war – die Tattoos, der Lendenschutz und die Ziegenfellschuhe. Zu guter Letzt haben wir Kleidungsstücke anprobiert und uns an einer Bogenschießen-Simulation abgearbeitet.

Nach diesem spannenden Aufenthalt sind wir weiter nach Asparn gefahren, wo wir verschiedene Ausstellungen und ein Freigelände mit Rekonstruktionen der europäischen Siedlungsgeschichte anschauen konnten.

P1010813Die abschließenden Workshops – Töpfern ohne Töpferscheibe, Schmuckkreationen aus Kupfer und Brot backen –
führten uns unmittelbar in die Vergangenheit und zeigte uns, wie mühsam es in dieser Zeit gewesen war, Getreide zu mahlen, daraus Brot zu backen und zu töpfern.

Die WorkshopteilnehmerInnen mussten Weizen mithilfe von zwei Steinen eigenhändig mahlen, dies forderte eine immense Kraft. Anschließend ging es in die „Backstube“, dort wurde der Weizenschrot mit Wasser und Salz gemischt, geknetet und dann fladenförmig geformt. Diese Mischung wurde anschließend im prähistorischen Steinofen gebacken und schlussendlich mit Tomaten und Mozzarella genüsslich verzehrt. Die Herstellung von Kupferschmuckgegenständen hingegen war einigermaßen entspannend, die daraus entstandenen Ringe und Kettenanhänger werden noch heute von den SchülerInnen getragen.

(Sophie-Theres Wanka, Evelyn Kremser, Marie Giehser, Tatjana Krasic, 3CK)