Sensibilisierungsworkshop – Blindheit

Konzentration beim GehenWillkommen in einer anderen Welt!

Die Verarbeitung visueller Sinnesreize ist für unser Gehirn die bedeutendste Informationsquelle, mit der wir unsere Umgebung, unsere Familie und Freunde wahrnehmen, mit Hilfe derer wir unser Leben aktiv gestalten – vorausgesetzt, wir können sehen.
Trotz-dem, ein engagiertes Team bestehend aus einer blinden und einer stark sehbehinderten Person, einem Blindenführhund und einigen sehenden Assistenten öffnete uns, den Schülerinnen und Schülern des 1AL und drei Lehrpersonen die Augen – natürlich nur im übertragenen Sinn.
Ausgestattet mit lichtundurchlässigen Masken wurde gegessen, getrunken, Müll entsorgt, gelesen und versucht, im Haus die Orientierung zu bewahren. Können blinde Menschen Musiker werden, Zahnärzte oder Eventmanager? Wie sieht der Alltag aus, der Weg zur Arbeit, wie kauft man im Supermarkt ein? Warum verlässt sich Herr Fiedler nur auf den Blindenstock, während seine Frau auf Hündin Lea vertraut?
Wir erhielten ausführliche Antworten auf viele Fragen und vor allem unglaublich viel Selbsterfahrung, Respekt vor den Leistungen sehbehinderter Menschen, Wissen, das den Umgang mit ihnen freudvoller und harmonischer gestaltet – ein gewaltiger Output für einen Workshop von nur drei Stunden!
Das Schönste daran: Wir, die sogenannten „Normalen“ sind dem Team von Trotz-dem, emotional sehr nahe gekommen, haben uns geöffnet – für spannende Erfahrungen mit wunderbaren Menschen.
Danke euch allen!

(Mag. Marianne Hahsler)